aktuelles
ergebnisse vom wochenende
sieg oder niederlage...wir verheimlichen nichts.
termine/infos
hier gibts alle wichtigen termine und infos.
 handball, im freien oder in der halle gespielter mannschaftssport. beim feldhandball bestehen die beiden mannschaften aus je elf spielern (einem torhüter und zehn feldspielern), beim hallenhandball (der bei weitem verbreitetsten form) aus sieben (einem torhüter und sechs feldspielern). ziel des spieles ist es, den ball ins gegnerische tor zu werfen. die mannschaft, die mehr tore erzielt als der gegner, hat das spiel gewonnen...so einfach kann handball sein.
|
geschichte
eine rückerinnerung!
damals 1947 und heute über 60 jahre danach ...
jetzt im jahre 2008, gehören über 60 jahre der vergangenheit an, seit dem tage sich aktive und passive mitglieder des spielzweiges handball geschlossen dem namhaften wiedenbrücker turnverein von 1887 angeschlossen. vorausgegangen war ein kurzer verbleib (nach der offiziellen gründung) im sportverein westfalia wiedenbrück. unlösbare probleme, wegen des wechselseitigen spielbetriebes, liessen diese hoffnungsvolle zusammenarbeit platzen.
offen in den turnverein aufgenommen, fühlten sich die neumitglieder recht wohl. ohnehin war der spielzweig allein durch seine mannschaftsspiele, der zuschauer und ständig wachsender anhängerschaft schnell bekannt. erreicht wurde dieses durch eine allmählich steigende leistung und leistungsbereitschaft der spieler. schon bald hatte man einen guten namen und eine mannschaft mit einigen guten einzelkönnern und manchen talentierten mitspieler, dabei auch noch einige spieler recht jungen alters.
was war vorhergegangen und wie hat alles begonnen...
nach den nach dem kriege ersten befreiend empfundenen jahren, war und wurde es nicht leicht gemacht, sofort sich wieder gesellschaftlich zusammenzufinden. auch kamen, durch die vorhergegangenen wirren der zeit manche neubürger aus den ehemaligen ostgebieten ( vertriebene ) in die stadt wiedenbrück. nicht alle konnten schnell fuss fassen; jedoch der zugang der neubürgern belebte auch das vereinsleben. die vereine allerdings waren es auch, die wesentlich dazu betrugen, dass die einbürgerung gelang. anpassungsfähigkeit auf der einen und toleranz auf der anderen seite bildeten das fundament des baldigen zusammenlebens.
für viele bestand auch ein nachholbedarf am gemeinsamen miteinander. dieses bedürfnis, und dieses sei auch hinzugefügt, ist ohnehin immer nach krisenzeiten spürbar. die tendenz, vielleicht sogar die tatsache, dass in den sportlichen vereinen die möglichkeit besteht zwanglos gesellschaftliche bedingungen zu knüpfen, sei und sollte dabei nicht vergessen werden. dieses spielte auch bei der gründung der handballgruppe eine nicht unwesentlich rolle.
wie ging es weiter...
die gründer hatten es nicht leicht boden unter den füssen zu gewinnen, um den von ihnen geliebten sportzweig handball unter den bürgern und der heranwachsenden jugend bekannt zumachen. doch bald kam einer hinzu, der schon in der höchsten deutschen klasse gespielt und durch seine heirat mit einer wiedenbrückerin auch dort seinen wohnsitz genommen hat. um diesen spieler herum, liess sich nach und nach aufbauen, bis sich eine gute, auf allen plätzen besetzte elf und gute ersatzspieler der öffentlichkeit stellte und dann auch am öffentlichen spielbetrieb teilnahm. langsam aber sicher ging es spielerisch und gesamtleistungsmässig weiter mit guten ergebnissen und zweimaligen aufstieg. ein weiterer aufstieg wurde verhindert durch ein durchzuführendes entscheidungsspiel , das leider verloren ging. es spielte damals fichte bielefeld gegen den wtv in bielefeld. zwei busse begleiteten die mannschaft.
durch korrekte und zuverlässige mitglieder betreut, gab es dazu auch eine jugendmannschaft und eine 2. herrenmannschaft. überall war zusammenhalt und spielfreude das erfolgsrezept und darin eingeschlossen so manche gemeinsamkeit unter- und miteinander.
aller anfang war schwer...
zurückgekommen auf den beginn des ersten spieles, gab es manches vordem an überlegungen. als vereinsfarbe wurde rot/weiss festgelegt. auch das heute noch bestehende wtv-emblem entsprang dieser zeit. es war entworfen worden auf wunsch und von einem älteren senior des tv vorgestellt und hiernach auch angefertigt. die sportschuhe beschaffte sich jeder selbst, wobei die vereinskluft gestellt wurde. noch weiss man, es war nicht einfach, aber wo ein wille ist auch ein weg. es wurde geschafft und die turnvereinspieler konnten sich sehen lassen.
verlass auf die mitglieder und danach...
viel treue war auch bei den passiven mitgliedern festzustellen; zur zeit des wechsels zum turnverein waren es mit den akteuren 130 mitglieder und alle stimmten den wechsel zu. auch wenn es einige verdrängen wollen, dennoch stimmt es: nicht nur das vereinsemblem, sondern auch "die brücke" als vereinsmitteilungsblatt entsprang der idee der handballer, auch hatte man mit fredi wöstemeier auch einen sehr guten vorsitzenden der zwar turnvereinsmitglied war, aber von den handballern überzeugt wurde, als der richtige für das amt zu kandidieren. heinz schröer stellte sich als 2. vorsitzender zur verfügung.
die ersten spieler der mannschaft...
hermann wollhöver, ernst weyers, ernst brand, theo köller, stefan uerz, paul lieder, ewald koy, franz linnemanntöns, clemens vebhaus, hans stickel, kurt bäumker, kurt kaltegärtner, otto reckhaus, hans dräger, anton kulick, dr. franz rombeck, dr. hermann menger, gelegentlich ferdi effertz, franz hollenbeck, u.a.m.
handballkreis wiedenbrück - gütersloh
herr bernpohl, als kreisspielwart führte auch schiedsrichter lehrgänge durch. auch damals gab es zu wenig schiedsrichter, deshalb ging der schlüssel nie auf. einziger schiedsrichter des wtv war damals heinz schröer.
sportplatz "reitbahn" - spielgerät - spielkleidung
der damalige sportplatz und der zustand desselben ist mit heutigem derartigen anlagen nicht mehr zu vergleichen. eine ecke des platzes war ständig neu auszubessern - nass, glatt und glitschig. rührig bemüht den zustand immer wieder auszubessern und den platz für das spiel zu kreiden, war der spieler clemens venhaus, aber auch andere. um das spielgerät, den handball kümmerte sich aufopfernd theo köller, denn eine neuanschaffung war sehr kostenträchtig. die liebe mutter frau venhaus, sorgte für die säuberung der spielkleidung. alles war immer tip-top und sorgfältig. noch heute ist ihr sehr zu danken!
anerkennung in der bürgerschaft und hilfsbereitschaft...
ohne die hilfestellung anderer ging es manchmal nicht. dies betraf insbesondere auch die beförderung der mannschaften zu den auswärtsspielen. die handelsunternehmungen mit lastkraftwagen stellten uns lastwagen zur verfügung. ein heute kaum zu glaubendes unterfangen. hier gibt es geschichten zu erzählen, wie zum beispiel, das mit gesparten tabakkarten (vor der währungsumstellung) fahrer oft sonntagsfrüh aus dem bett gebettelt wurden. da gab es noch die lkws mit holzgasantrieb, eine im 2.weltkrieg aufgekommene technik. folgenden firmen gehört der damalige dank: firma lamberjohann, firma teckentrup, firma rasche u.a.m.
olympiasieger und nationalspieler im kreise der wtv-spieler...
hans keiter, spielführer der 1936er olympiamannschaft war diensttuender bei der kreispolizeibehörde des damaligen kreises wiedenbrück. wir konnten ihn gewinnen mehrere trainingseinheiten mit den spielern durchzuführen. manche tipps und erfahrungswerte blieben den spielern als rüstzeug zurück. vermittelt durch hans keiter besuchte uns zu einer gesprächsrunde der nationalspieler gerd bründgens im vereinslokal eickel. es wurde ein runder abend mit erzählungen aus der trickkiste eines stürmers, der bis dahin einer der erfolgreichsten dieser zeit gewesen war. dieser abend war schon etwas sehr besonderes!
heute ist vieles anders...
feldhandball ist ausgestorben und durch den hallenhandball vollkommen ersetzt, aber hallenhandball gab es auch schon damals. regennasse plätze und die kälte des winters liessen handball oft nicht zu. das war damals ein problem. vor den sonntäglichen spielen ging der kopf ständig zum himmel mit der frage: bleibt das wetter, oder wird es regnen, hört der regen wohl passend auf? und im winter, oje es hat geschneit... .früher war handballspielen reine männersache, allerdings wenn sie feierten, waren sie ungern nur unter sich. aber so konservativ ist man nicht geblieben, und auch die frauen haben sich heute dem handballspielen verschrieben und spielen kräftig mit in den ihnen eigenen spielklassen.
rückschau, dank, ansporn...
nicht nur professionelle sportler und sportarten bestimmen den rang der kultur in unserem land und eines volkes, sondern auch die vielen amateurvereinigungen die den sport in seiner ganzen vielfalt und breite ausmachen, dazu gehört auch die pflege und unterstützung der öffentlichen stellen. nicht aufgeführt werden konnten die zahlreichen aktivitäten der vorstandsmitgliedern wie auch der spielbetreuer und trainer. ihnen allen sei zum schluss für ihren einsatz und leistung gedankt. möge auch künftig die bereitschaft zur ehrenamtlichen mitarbeit nicht nachlassen, damit wir gemeinsam, trotz der zunehmenden passivität der menschen, unseren freiwillig übernommenen kulturauftrag weiterhin erfüllen können. dies besonders zum wohle der heranwachsenden jugend.
|